... wenn man einfach nur Zweifel & Angst hat ...

Veröffentlicht auf von mickyratte

Dann verkriecht man sich unter der Bettdecke, am Ort, an dem man sich am geborgensten, wohlsten und geschützesten fühlt - in seinem Bett. So geht es mir gerade. Nach wochenlanger Hetze durch Uni, Krankheit und den Stress zuhause, bin ich heute einfach nur in meinem Bett geblieben. Ich hatte einfach keine Kraft mehr weiter gerade zu stehen. Heute brauchte ich eine Auszeit von allem. Im Bett mit zwei Folgen einer Serie, die mir irgendwie ans Herz gewachsen ist und schwirrenden Gedanken, die ich versuche zu ordnen. Ich versuche alles zu ordnen. Aber schaffen tu ich es irgendwie nie. Nichts kriege ich gescheit auf die Reihe. Soviel, was getan werden müsste. Meine Krankheit habe ich nun an allererste Stelle gepackt. Die Uni steht an zweiter. Dann kommt mein Zimmer vielleicht auch irgendwann einmal dran. Ich zweifel daran, dass ich jemals Ordnung in dieses Chaos meines Ichs bringen werde. Ich vergesse Termine, mache alles auf den letzten Drücker und halse mir selbst Aufgaben auf, die ich in der mir vorgenommenen Zeit doch nicht schaffe, weil ich einknicke und abermals etwas anderes stattdessen mache. Vielleicht habe ich Angst zu verlieren. Angst nichts zu schaffen, ohne den Menschen, den ich mehr liebe als alles andere. Angst, dass ich alleine nichts bin. Angst, dass ich auch so nichts schaffen kann, weil ich es eben nicht kann. Ich glaube genau deshalb knicke ich ein. Wo ist der Stoß in das Leben, was ich leben will und wo ich genau das alles auf die Reihe bekomme, was ich auch auf die Reihe bekommen will? Ich hoffe nächstes Jahr fängt es endlich an. Mehr für mich tun. Mehr für mein Studium tun. Mehr Ordnung in das Chaos bringen um endlich einen gerade Weg vor mir zu haben. Als erstes fängt es an mit einem Besuch im Krankenhaus. Ich hoffe sehr, dass es mir danach gut geht. Und, dass ich endlich weiß, was los ist. Ein erster Schritt um Klarheit zu schaffen. Auch davor habe ich Angst. Das ist möglicherweise auch heute der Grund, warum ich mich in meinem Bett verkrochen habe und nicht hervorkommen möchte. Zweifel vor meinem Selbstbewusstsein. Zweifel an meinem Mut. Zweifel an der Erreichbarkeit der Dinge. Warum kann nicht alles einfach einfach sein? Warum gehören Angst, Zweifel und Aufgabe zum Leben dazu? Warum macht man sich selbst diesen Stress und lebt nicht einfach so, wie es gerade passiert? Wahrscheinlich könnt ihr mir nicht einmal folgen. Ist mir aber auch recht herzlich egal. Alles was ich will ist Ordnung und die Kraft endlich anfangen zu können.

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