Donnerstag, 13. märz 2008
Mh, mein momentaner Lieblingsphilosoph - könnte vielleicht auch daher kommen, dass ich mich mit anderen noch nicht so auseinander gesetzt habe...
Lucius Annaeus Seneca:
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„Glückliche Umstände machen die Herzen übermütig.“
„Nun aber bringt doch den allergrößten Verlust an Lebenszeit das Hinausschieben mit sich. Man lässt gerade den bestehenden Tag verstreichen und
bestiehlt die Gegenwart, weil man sich auf das Späterkommende vertröstet. Das größte Hindernis des Lebens ist die Erwartung, die sich auf den nächsten Tag richtet und das Heute
verliert.“
„Willst du geliebt werden, so liebe!“
„Zu leben heißt zu kämpfen.“
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Ich muss sagen, dass die ersten drei Verse zu diesem Zeitpunkt komplett mit mir übereinstimmen und mich in gewisser Weise demütigen. Warum der letzte nicht mit mir
übereinstimmt?
Ich kann es hier nicht erläutern, aber ich denke, dass DU dir das ausmalen kannst...
Ich wünschte es wäre anders, denn dein Leben hast du nur ein einziges Mal.. :-/
von mickyratte
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If there's no one beside you
When your soul embarks
Then I'll follow you into the dark
(© Death Cab For Cutie)
2.1.2 Verliebtheit und romantische Liebe
Eine Form der Liebe, In der der Eros eine zentrale Rolle spielt, Ist die Verliebtheit. In der
Verliebtheit trifft man auf die "Urgewalten" der/des Liebe/Eros. Lewls (1998, p 111)
charakterisiert die Verliebtheit als "die völlige Hingabe, die Verwegenheit, mit der das Glück
verachtet wird, die Kompromisslosigkeit, mit der man sich über allen Eigennutz hinwegsetzt,
das Versprechen ewiger Liebe, ... ". Der Eros bewegt die Liebenden mit aller Vehemenz
aufeinander zu und sucht die (nicht nur sexuelle) Vereinigung mit dem geliebten Gut. Der Eros
spielt hier die Rolle der Triebkraft, die jedoch permanent mit neuen ..Sensationen" genährt
werden will. Gibt man sich dem Eros bedingungslos hin, so wird er zu einem Dämon, der
einem zu seinem Sklaven macht: das Objekt, auf das sich die Liebe/Verliebtheit richtet, hat
sich verwandelt (vgl. hedonistische Liebe): nicht mehr die Person und das Wohl des anderen
stehen im Vordergrund, sondern die Liebe des Eros selber und damit auch mein eigenes
Glücksgefühl.
Das impliziert auch, dass die Verliebtheit und der Eros die am wenigsten stabile Form der
Liebe ist. Der Verblendung durch die Verliebtheit und der Imagination folgt die Ernüchterung
durch die Realität (und somit auch der Schwächen) des/der anderen. Die Verblendung in der
Phase der Verliebtheit ist eine direkte (philosophische) Folge des Objektes, auf das sich die
Eros-Liebe bezieht: die Verblendung des/der Eros/Verliebtheit besteht darin, zu hoffen, in der
geliebten Person nun endlich die Realisierung des Gut(en)-an-slch und/oder des Schönen-an-sich
gefunden zu haben und nun endlich den Zustand des ewigen Glücks (gemeinsam mit
dieser Person) erreicht zu haben... Das ist genau der Stoff, aus dem die romantische Form der
Liebe (und die meisten Hollywood-Filme) gemacht ist. Den daraus zwangsläufig entstehenden
Enttäuschungen ist die Kraft des/der Eros/Verliebtheit nicht mehr gewachsen, da eine Verwechslung
des Objektes der Liebe vorliegt. Hier bedarf es anderer Werkzeuge als der
passionellen und erotischen Anziehung, um die Liebe aufrecht zu erhalten (vgl. geistige
Dimension des Menschen, Wille, Freundschaftsliebe).
(© http://www.univie.ac.at/khg/duc-in-altum/DOCUMENTS/Scripts2003_2005/PHIL2_Script_2004_01_09.pdf)
von mickyratte
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