Wednesday, 19. october 2011 3 19 /10 /Okt. /2011 13:35

Habt ihr euch auch schon mal so gefühlt? Ihr seid krankheitlich verhindert, sodass ihr nicht das geringste Bisschen Sport machen könnt beziehungsweise dürft und trotzdem kommen euch immer wieder neue Ideen, die ihr gerne unbedingt jetzt sofort oder eben nach der Krankheitsphase ausprobieren wollt. Heute habe ich von meinem Doc noch 5 Wochen weitere Ruhe verordnet bekommen. Mit Aircast-Schiene. Definitiv kein Sport. Und dann erstmal nur 5 Wochen Sport, welcher nicht auf die Gelenke geht. Ich krieg die Krise. Ich würde mich so gerne bewegen. Ein Freund hat mir dazu geraten erstmal nur Oberkörpertraining zu machen. Das ginge ja auch mit kaputtem Fuß. Aber deswegen direkt ins Fitnessstudio gehen? Was kann man denn davon zuhause machen? Mein Bauch muss unbedingt weg. Geht gar nicht. ;) Also muss ich mir das jetzt mal am Wochenende durch den Kopf gehen lassen. In mir kribbelts. Wenn man einmal wieder angefangen hat Sport zu machen, brauch man ihn um sich wirklich wohl zu fühlen und kein schlechtes Gewissen zu haben. Dann will ich erstmal bisschen mit Fahrradfahren und Schwimmen beginnen. Also hab ich einen Bekannten gefragt, ob er mir nicht zeigen kann, wie man richtig krault. Ich kann das absolut nicht. Ich hoffe, dass er mir das zeigt. Dann kann ich endlich mal richtig schwimmen lernen. Nur im Froschstyle zu schwimmen, dauert ja ewig. Eine Kommitlitonin hat mich auch gefragt, ob ich Lust hab im Winter mal mit in die Halle zu kommen um dort wieder mal Kayak zu fahren. Unglaublich, wie sehr ich mich darauf geflasht habe. Das würde ich einfach so gerne mal machen. Und vielleicht finde ich ja dann noch näher hier in der Umgebung einen Kurs, wo man das machen kann, sodass es im Sommer wieder aufs richtige Wasser geht? Wie cool das wäre, kann ich euch gar nicht beschreiben. Das war mit Abstand eines der geilsten Erlebnisse in meinem Leben. Adrenalin pur! Naja. Und da das ja alles noch nicht genug ist, habe ich mir echt überlegt mal wieder Rollerskaten zu gehen. Ich möchte mir nämlich unbedingt Rollerderby in Frankfurt anschauen. Die Mädels habens echt drauf und die Sportart sieht nach jeder Menge Spaß aus. Joa. Wer nun Lust bekommen hat ein wenig Sport mit mir zu treiben, der melde sich bitte. Zu zweit oder mehr ist Sport dann nämlich noch ein bisschen einfacher, als wenn man sich ganz alleine aufraffen muss, wenn man sich gerade unter der Decke bei kaltem Wetter verkrochen hat. :) Ich hoffe einfach, dass der Bänderriss ganz schnell verheilt. Mich kribbelts und ich will endlich wieder joggen. Oder anderes. ;)

 

Alles Liebe,

der Schatten

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Saturday, 15. october 2011 6 15 /10 /Okt. /2011 11:30

Eine Metapher, die Schandmaul als einen ihrer Albentitel benutzt. Sie bleiben an die kleben. Manchmal bleibt man auch an Menschen so kleben und man kann einfach nicht loslassen. Oder Pech bleibt einfach für einen längeren Zeitraum an dir kleben. Ich kann es einfach mittlerweile nicht mehr verstehen.

Erst muss Flip weggehen.

Dann jemand anderes - was mir unheimlich wehtat. Wahrscheinlich ist es aber durch das Studium und die wenige Zeit, die ich aufbringen kann, weniger schmerzhaft, als ständig in Ungewissheit zu schwimmen.

Dann komm ich in einen Studiengang, wo man andauernd gesagt bekommt, dass sowieso über die Hälfte innerhalb der nächsten Wochen verschwindet. Und da ich immer noch nicht weiß, ob es der richtige Studiengang ist, fühle ich mich durchaus davon angesprochen.

Dann, noch vor dem ersten offiziellen Tag, kau ich Gummibärchen und beiß mir auf meinen Zahn, sodass dieser sich von zwischen den Zähnen nach hinter den Zähnen verschiebt. Man sieht es normal nicht, es tut auch nicht weh, aber man fühlt es. Und die Behandlung wird erst ganz schön teuer und scheiße aussehen wirds auch. Noch dazu müssen die Weisheitszähne gezogen werden.

Als ob das alles aber nicht genug wäre, trete ich beim Joggen mit nem Freund in ein Loch und somit voll auf die Außenkante meines rechten Fußes. Schmerzen ohne Ende. Kurz darauf geht es wieder und ich jogg bis zum Auto. Am nächsten Tag kriege ich die Diagnose, dass ich einen Bänderriss habe. 6 Wochen Schiene, ~3 Wochen Krücken. Der Nikolauslauf hat sich somit für mich gegessen und ich werde erstmal Krankengymnastik machen müssen. Das Vorhaben "Weniger Bauch & Fitter" muss sich also wieder erst einmal verschieben.

Krücken verursachen Schmerzen in Schultern und Händen - habe ich festgestellt. Und man kommt nirgendwo hin, außer es gibt Menschen, die so lieb sind um zu fahren. Ach. Und lasst euch eins gesagt sein: Krücken sind wirklich mies dafür, wenn man ein sich mit einem Menschen trifft, den man ganz gerne mag. Der wird sicher kein Interesse aufbauen. Wobei das jetzt nicht ganz so schlimm ist. ;) Ich hab einfach momentan keinen Bock mehr. :(

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Thursday, 25. august 2011 4 25 /08 /Aug. /2011 15:57

Geliebter (Erdnuss-)Flip,

 

ich hoffe, dass es dir dort oben im Streifenhörnchenhimmel besser geht. Ich vermiss dich jetzt schon.

Pass auf dich auf.

DSCF2053

Du warst einfach nur großartig.

 

Rest In Peace.

 

In Liebe,

Dein Schatten

 

 

DSCF2049

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Sunday, 21. august 2011 7 21 /08 /Aug. /2011 20:56

Ein Gesangstalent, welches ich mit euch teilen wollte. Die Version von Papparazzi finde ich einfach klasse und eine gute Stimme hat er allemal. :) Also... Ich kann der Dame am Ende nur rechtgeben: "Well in my opinion, he just taught Lady Gaga a lesson!"


 
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Thursday, 18. august 2011 4 18 /08 /Aug. /2011 21:54

Was macht man, wenn es einem genau so geht? Wie verhält man sich? Fragt man nach? Oder lässt es besser bleiben, weil dann noch mehr Zweifel entstehen könnten? Wieso gibt es überhaupt solche Gedanken? Dadurch fühlt man sich nur unwohl und verletzt. Wieso kann man sich seiner Sache nicht einmal sicher sein? Weil man verteidigen will, was man hat. Wahrscheinlich. Weil es zerreißen würde, wenn man verliert. Und es beginnt in dem Moment, wo Zweifel auftauchen, weil man sich die Situation vor Augen führt, was ist, wenn man verliert. Es tut weh. Ohne Grund. Es gibt keinen. Nicht einen. Und doch taucht dieses Gefühl immer wieder regelmäßig aus. Ich versuche mich stumm oder taub zu stellen, oder wie man das bei solch einem Gefühl nun mal nennt; ich wehre mich regelrecht dagegen. Und doch, das Gefühl kommt immer wieder hoch. Das Ziehen in der Magengegend wird stärker, dein Kopf rast vor Gedankenwirrwarr, dein Herz macht Sprünge, dir ist übel, du kannst nicht schlafen. Es macht dich kaputt. Du bekommst regelrechte Paranoia. Ich glaube nicht, dass es mit der Zeit besser wird, weil man immer verteidigen will, was man liebt. Aber ich denke mit der Zeit ist es einfacher in den Griff  zu bekommen, auch wenn es weiterhin schmerzt. Und egal, wer jetzt mit Vertrauen kommt... damit, dass man nicht vertraut, hat es rein gar nichts zu tun, dass dieses Gefühl überhaupt auftaucht. Vertrauen ist, wenn man es einfach unterdrückt und versucht das Gefühl nicht durchkommen zu lassen.

von mickyratte
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Monday, 1. august 2011 1 01 /08 /Aug. /2011 18:55

Ein paar schöne Gedanken, die einen erheitern, in Momenten, die einfach gar nicht optimal laufen...

 

Wenn sie sauer ist & vor dir wegläuft. Lauf ihr hinterher.
Wenn sie auf deine Lippen starrt. Küsse sie.
Wenn sie dich boxt. Halte sie & lass sie nie wieder los.
Wenn sie leise ist. Frag sie, was passiert ist.
Wenn sie dich ignoriert. Gib ihr deine Aufmerksamkeit.
Wenn du sie weinen siehst. Halte sie fest & sei einfach bei ihr.
Wenn sie Angst hat. Beschütze sie.
Wenn sie dich nicht mehr anruft. Versichere dich, ob alles okay ist.
Wenn du sie gehen siehst. Halte sie fest & gib ihr das Gefühl, dass du sie niemals loslässt.
Wenn sie dir in die Augen sieht. Schau zurück & küsse sie zärtlich.
Wenn sie einkaufen war. Hilf ihr beim Tragen der Tüten.
Wenn sie sagt, es sei okay. Versichere dich, dass es wirklich okay ist.
Wenn sie ihren Kopf auf deine Schulter legt. Küsse ihre Stirn.
Wenn sie deine Hand nimmt. Halte sie fest & drücke sie zärtlich.
Wenn sie beim telefonieren nichts sagt. Leg nicht auf, sondern sei einfach da.
Wenn sie nicht einschlafen kann. Erzähl ihr etwas von dir oder von euch.
Wenn sie deine Sachen tragen will. Lass sie dies tun.
Wenn es regnet. Küsse sie wie nie zuvor.
Wenn sie sagt, ihr sei kalt. Umarme & halte sie.
Wenn sie sagt, dass sie dich mag. Sei dir sicher, dass da noch mehr ist.

 

All das liebe ich an dir. Danke.

von mickyratte
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Monday, 25. july 2011 1 25 /07 /Juli /2011 15:20

So. Nachdem nun der Schritt aus der Schule endgültig geschafft, ein Aushilfsjob gefunden ist, alle Bewerbungen für Universitäten abgeschickt und alle Hoffnungen auf einen sonnigen Sommer verschwunden sind, habe ich nun auch die Teenagerzeit hinter mir gelassen und widme mich einem ganz neuen Lebensabschnitt. Natürlich wird das immer so gesagt und es klingt meistens von anderen recht poetisch dahingefaselt, aber wenn ich es mir recht überlege, so ähnelt gerade meine Umräum-, Aufräum-, Ausmist-, Umgestaltungsaktion doch eher an einen Wandel meines Lebens, als an eine Spontanentscheidung. 20. Ob das mit dieser Zahl etwas zu tun hat.... Ich weiß es nicht. Wohl doch eher mit dem Sprung in ein neues Leben und nicht mit dem Alter, welches man wohl nicht verhindern kann. Ich räume regelrecht auf hier in der Gegenwart. Vergangenheit lösche ich, wenn ich einfach nicht in der Zukunft daran erinnert werden will. Vereinzelt fallen mir Erinnerungen in die Hände, die ich dann doch guten Gewissens in einen Karton lege und aufbewahren möchte, einfach um später noch einmal zurückblicken zu können. Das meiste fliegt aber, nochmals in der Gegenwart gelesen beziehungsweise angesehen, in hohem Bogen in den Papierkorb, und es tut unheimlich gut. Meine Couch sieht noch etwas beladen aus, da sich dort Dinge stapeln, die noch durchgeschaut oder geordnet werden müssen oder einfach einen neuen Platz brauchen. Es macht irgendwie Spaß und ich bin noch lange nicht fertig. Aber das ist doch mal der erste Schritt in eine nicht vorbelastete Zukunft. Alles neu - nur mit dir. :) 

 

Weiterhin neues... Ein neues Hobby begonnen ich habe - mit dem Geschenkeauspacken um 0.00 Uhr: Das Sammeln meiner Lieblingsstaffeln von Serien. Ich freu mich alles noch einmal zu erleben und so oft und solange, wie ich will. Yay! Um Kraft zu tanken für den neuen Abschnitt, werde ich es mir mit dir in der Taunus Therme gutgehen, die Seele baumeln & mich massieren lassen. Dann direkt noch eine Thai-Massage hier. Einiges an neuen Büchern für meine wiedererrungene Leidenschaft des Lesens kann ich mir auch besorgen. Diese kann ich während einer kleinen aber feinen Shishasession durchlesen ohne ständig den lieben Träumer dafür anbetteln zu müssen. Und weil all das noch nicht genug ist, wird noch ein von mir lange gehegter Traum endlich in Erfüllung gehen - noch einmal nach London, mit dir - wunderschöne Tage dort verbringen & einfach sehr glücklich damit gemacht werden.  All das beschert mir einen Eintritt in ein neues Leben. :) Und ich freue mich unwahrscheinlich darauf. Danke euch allen.

 

Wir lesen uns.

 

Der Schatten

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Monday, 6. june 2011 1 06 /06 /Juni /2011 14:15

Kein sehr angenehmes Thema über welches ich dachte heute einmal zu schreiben. Der Tod gehört zum Leben dazu, wie nichts anderes. Alles kann, der Tod muss. Trotzdem ist er eines der bisher ungelösten Rätsel auf dieser Welt. Manchmal frage ich mich, was mit einem passiert, wenn man stirbt. Und manchmal frage ich mich, wie lange ich noch habe und wie qualvoll es wird. Ich habe Angst davor und viele andere haben ebenso vor dem Ungewissen Angst, das weiß ich. Aber ist es nicht eigentlich Unsinn, Angst zu haben? Es passiert, so oder so. Irgendwann. Wahrscheinlich ist es einfach das Loslassen von dieser wahnsinnig schönen Welt. Und Angst auch davor Menschen durch den Tod zu verlieren, was einen innerlich zerreißen würde. Diese Ungewissheit. Diese bestehende Möglichkeit, dass es einfach vorbei sein kann, beziehungsweise, dass alles anders sein wird nach einem Verlust. Es gäbe viel, was mir den Boden unter den Füßen wegreißen würde. Und erst wieder aufzustehen oder alleine weiterzumachen würde dauern. Keine Ahnung wie lang. Würde das anderen mit mir genauso gehen? Immer wieder liest und hört man von Unfällen junger Menschen, die ihr Leben genossen haben und plötzlich, einfach so von der Bildfläche verschwanden. Dabei wird mir ganz anders und ich fürchte mich. Ist es zu verhindern? Gibt es Gründe, sich Sorgen zu machen? Was tun, wenn man plötzlich verlassen dasteht? Und was erwartet einen erst "auf der anderen Seite"? Glück, Schmerz oder einfach Nichts? Wird man wieder geboren? Oder ist dann einfach Nichts da? Was ist Nichts überhaupt? Aber was mich dort erwartet, ist wohl weniger mein Problem, als das, was mich erwartet, wenn die Menschen um mich her gehen. Ich habe Angst und ich zitter, weil ich niemals alleine sein will...

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Tuesday, 31. may 2011 2 31 /05 /Mai /2011 20:29

Wenn ihr Zeit habt, lest euch diesen Artikel einmal durch.

Mich hat er zum Nachdenken gebracht und mir Tränen in die Augen getrieben. Auf das unsere Kinder später wieder Freizeit haben...

 

Liebe Marie,


Warum müssen Fünftklässler sonntags büffeln statt Freunde zu treffen? Weshalb dieser Unsinn? Henning Sußebach versucht, es seiner Tochter in einem Brief zu erklären.


Musik statt Mathe: Neben der Schule darf die Freizeit nicht verloren gehen.

Liebe Marie, erinnerst Du Dich noch an den Tag, an dem wir das letzte Mal im Kino waren? An diesen Tierfilm, den Du so gerne sehen wolltest? Wie hieß der bloß noch? Ich glaube, Tiger, Bären und Vulkane, aber sicher bin ich mir nicht. Denn unser Ausflug liegt schon ein paar Monate zurück. Wir sind alle zusammen mit dem Auto in die Stadt gefahren: Mama, Henri, Du und ich. Es war Sonntag – und wir beide saßen mit Karteikarten auf der Rückbank und haben gelernt. Wie viel ist 172? Wie viel 56? Wie viel 28? Auf dem Weg nach Hause dann noch mal: 27 = 128, 182 = 324, 56 = 15625. Und noch mal. Und zur Sicherheit gleich noch mal.

Wir hätten so viel Sinnvolleres tun können auf unserem Heimweg! Den Bildern der Bären nachhängen und Bonbons lutschen zum Beispiel. In dem Zauber verweilen, den jeder kennt, der aus dem Kinodunkel ins Licht tritt – als laufe man erwachend durch einen Traum. Aber noch nicht mal an einem Sonntag ist es mir gelungen, Dich das Kind sein zu lassen, das Du sein solltest mit zehn Jahren.

Bitte mach mir diesen Mist nicht nach, wenn Du erwachsen bist, Marie!

Du merkst schon: Der Brief, den ich Dir schreibe, ist eine verzwickte Angelegenheit. Du wirst ihn genau lesen müssen, damit Du alles verstehst. Und dass Du verstehst, ist wichtig: Denn es geht um Dein Leben und um das, was wir Erwachsenen daraus machen.

Ich werde Dir von Schülern berichten, die krank werden vom dauernden Üben. Von Bildungsexperten, die Euch vorm Lernen warnen. Und von Eltern, die ihre Kinder trotzdem nicht in Ruhe lassen. Von Zeile zu Zeile werde ich wütender werden – weil ich wütend bin auf mich und auf ein Land, das Euch alle zu Strebern macht.

Deshalb habe ich meinen Brief auch nicht auf Deinen Platz gelegt, dort am Küchentisch, an dem wir morgens Einkaufszettel schreiben und abends Vokabeln lernen: Wie lautet das englische Wort für Gummistiefel, Stiefvater, Drachenfestival, Schiffsausguck, Küstenstadt, Karaoke-Gerät, Schatzkarte, Gartenschuppen, Geschmacksrichtung Hühnchen? Ich schreibe diesen Brief in der Zeitung, weil es noch 275.000 andere Fünftklässler in Deutschland gibt, die ein Gymnasium besuchen wie Du. Die gerade wie Du für die letzten Arbeiten vor den Zeugnissen büffeln. Und die wie Du trotzdem nur mit halbem Ohr diese rätselhaften Wörter hören: »Turbo-Abi«, »Schulzeitverkürzung«, »G8«.

In diesem Brief, Marie, möchte ich Dir und Tausenden anderer Schulkinder etwas verraten. Es gibt da ein paar Geheimnisse, von denen Ihr nichts ahnt, denn jedes Kind nimmt die Welt ja erst einmal als gegeben hin.

Stopp, das war zu kompliziert! Ich meine: Ein Kind hält sein Leben, so wie es ist, für ganz normal. Woher soll es wissen, dass alles auch anders sein könnte? Oder wie die Erwachsenen gelebt haben, als die noch klein waren? Dieses Hinnehmen ist schön, weil Ihr nicht so viel grübeln müsst: »Was wäre, wenn...?« Aber es macht Euch auch da fügsam, wo Auflehnung angebracht wäre.

Du hast jeden Tag sieben Stunden Schule und weißt nicht, dass ich als Kind niemals täglich sieben Stunden hatte, in keinem einzigen Schuljahr. Dass ich nachmittags allenfalls vor dem Abitur so viel gelernt habe wie Du jetzt in der fünften Klasse, und niemals auf dem Weg ins Kino. Und dass ich heute manchmal so tue, als müsste ich noch arbeiten, wenn ich abends nach Hause komme und sehe, wie Du über Grammatik-Arbeitsblättern sitzt: Kreuze die richtigen Aussagen an! Der Genus ist das grammatische Geschlecht eines Nomens / Nomen können im Singular und im Plural auftreten. Dies nennt man den Kasus des Nomens / Der Numerus ist der Fall, in dem ein Nomen steht / Man kann Präpositionen steigern / Der bestimmte Artikel gibt im Nominativ Singular das grammatische Geschlecht eines Nomens an / Der Imperativ gehört zu den finiten Verbformen / Präsens wird benutzt, wenn man über etwas sagen kann: Es war gestern so, ist heute so und wird auch morgen so sein / Das Partizip I gehört zu den infiniten Verbformen / Verben kann man deklinieren. Ich hefte dann Rechnungen ab, schreibe EMails und sortiere Zeugs. Ich will nicht freihaben, solange Du noch arbeitest. Ist das nicht verrückt? Irgendjemand hat die Welt verdreht! Nur wer?

Weißt Du: Das alles ist nicht einfach so passiert. Die freie Zeit ist nicht einfach so verschwunden. Wir Erwachsenen haben Euch ein Jahr Eurer Kindheit gestohlen. Aus Eile und Angst.

Wie soll ich Dir das erklären?

Ich versuche es mal so: Unser Leben ist voller Reichtum und Mangel zugleich. Es gibt so viel Essen, dass wir die Reste wegwerfen. Nichts ist richtig knapp, außer manchmal Klopapier. Doch was uns fehlt, ist Zeit. Jedenfalls glauben wir das.

Wir Erwachsenen schauen selten im Kühlschrank nach, ob noch Käse oder Wurst da ist – aber wir gucken ständig auf die Uhr. Wir klagen dauernd über »Stress« – doch wenn wir nichts zu tun haben, fühlen wir uns nutzlos. Wir sind genervt, wenn der Chef uns auch am Wochenende anruft – aber eifersüchtig, wenn ein anderer Kollege mehr Anrufe bekommt. Unsere Computer sind voller Updates und Reminder, unsere Köpfe können Wichtiges von Drängendem nicht mehr unterscheiden – und den Sonntag nicht vom Montag. Das ist die Hast, die ich meine. Deine Großeltern haben seit 40 Jahren dieselbe Telefonnummer, wir haben unsere seit Deiner Geburt zweimal gewechselt – und noch zwei Handynummern dazugekriegt, damit wir immer erreichbar sind. Ein Brief war früher Tage unterwegs, eine Mail ist heute augenblicklich da. Die ganze Welt ist in einen Wettlauf geraten, den wir Erwachsenen »Globalisierung« nennen: Wer näht die billigsten T-Shirts? Wer baut die schnellsten Autos? Wer erfindet zuerst neue Telefone und Computer, die uns noch rasanter updaten und reminden können?

Irgendwann haben wir Deutschen gemerkt, dass die Kinder in anderen Ländern noch schneller lernen als unsere. Dass sie in China früher damit anfangen und in Amerika früher damit aufhören. Und gleich arbeiten. Da hat uns die Angst gepackt. Wir haben uns nicht gefragt, ob es klug ist, zu lernen wie die Chinesen. Wir haben nur gedacht: Bevor die uns einholen, beeilen wir uns auch.

Und noch etwas kam hinzu. Etwas, das mit Deutschland zu tun hat: das sogenannte Demografieproblem. Es gibt zu wenige Kinder und zu viele Alte. Aber das siehst Du ja, weil zu unseren Familienfesten mehr Onkel und Tanten kommen als Cousins und Cousinen. Ich hatte lange gedacht, dieses Demografieproblem werde Dein Leben als Erwachsene prägen. Jetzt bestimmt es schon Deine Kindheit. Denn wer früher die Schule verlässt, kann länger arbeiten. Und wer länger arbeitet, kann uns, wenn wir alt und müde sind, länger Geld für die Rente geben.

Schon 1993 (als uns die Chinesen noch egal waren und es keine Schulvergleiche gab) passierte es: Da empfahlen die Finanzminister aller deutschen Bundesländer, Euch ein Schuljahr wegzunehmen. Nicht die Kultusminister, die sich um die Schulen kümmern! Sondern die Politiker, die aufs Geld aufpassen, die Zahlen statt Menschen sehen und deshalb wissen: Jeder Gymnasiast kostet 5000 Euro im Jahr. Geld für die Lehrer, den Hausmeister, die Tafeln und Turnmatten. Allein an Dir und Deinen 27 Klassenkameraden konnten sie also 140.000 Euro sparen.

Deshalb wurde Euch ein Jahr aus der Schulzeit gestrichen – aus dem Lernstoff aber strich man nur wenig. Ihr sollt auf dem Gymnasium in acht Jahren begreifen, wofür Eure Eltern noch neun Jahre Zeit hatten. Unseren Mangel an Zeit – wir haben ihn zu Eurem gemacht.

Deshalb hast Du jetzt eine 40-Stunden-Woche voller Unterricht und Hausaufgaben. Deshalb hast Du vor wenigen Monaten das Gitarrespielen aufgegeben. Deshalb telefonierst Du die halbe Klassenliste rauf und runter, bis Du jemanden zum Spielen findest. Alle sind beschäftigt.

So kommt ein kleiner Raub an Freizeit und Freiheit zum anderen, jeder für sich kaum der Rede wert. Aber wenn man alle zusammenrechnet, in jeder Familie zwischen Nordsee und Alpen, kommt eine große Statistik der Überforderung dabei heraus: Ein Viertel aller Gymnasiastinnen klagt regelmäßig über Kopfweh, das hat die Krankenkasse DAK herausgefunden. Kinder sagen ihre Teilnahme an Geburtstagsfeiern ab. Sie treten aus Sportvereinen und Chören aus. In Schleswig-Holstein, unserem Bundesland, sind die Teilnehmerzahlen bei »Jugend forscht« eingebrochen, dabei wollte Deutschland doch möglichst schnell möglichst viele möglichst junge Ingenieure. In Baden-Württemberg hat sich die Zahl der Fünft- und Sechstklässler, die nachmittags in Nachhilfe-Instituten nachsitzen, fast verdreifacht. Sie haben plötzlich das Gefühl, nicht gut genug zu sein – obwohl sie gar nicht schlechter geworden sind! Drei Milliarden Euro investieren nervöse Eltern jedes Jahr in die Nachhilfe, 20 Prozent von ihnen mehr als 200 Euro im Monat. Das sind 2400 Euro im Jahr. Fast so viel, wie die Finanzminister an Euch gespart haben. Das macht den Reichen nichts aus, aber den Armen umso mehr. In Internetforen werden »Pillen fürs Abi« empfohlen: Ampakin – eigentlich für alte Leute mit Alzheimer – für mehr Gehirnleistung. Fluoxetin – eigentlich gegen Depressionen – für mehr Leistungsbereitschaft. Metroprolol – eigentlich gegen Bluthochdruck – für weniger Prüfungsangst. Und an Deinem Gymnasium hat eine »Wirtschaftspsychologin« uns Eltern vor einigen Tagen erklärt, woran wir bei Euch einen Burn-out erkennen. Das bedeutet, dass manche Kinder jetzt schon ausgebrannt sind – wie überarbeitete Erwachsene.

Ich habe einen Professor für Soziologie angerufen. Soziologen erforschen, warum die Gesellschaft so ist, wie sie ist. Warum wir so leben, wie wir leben. Der Professor heißt Hartmut Rosa und ist 45 Jahre alt, hat aber noch nicht vergessen, wie es ist, ein Kind zu sein. Deshalb hat er etwas geschafft, was Professoren selten schaffen: Er hat ein Buch geschrieben, das auch normale Menschen lesen können. Es heißt Beschleunigung und handelt von unserer täglichen Raserei.

Hartmut Rosa sagt, er macht sich Sorgen, weil Eure Kindheit so »vernutzt« ist. Dass alles einen Zweck hat, einen Sinn erfüllen muss. Dass wir Euch sogar dann, wenn wir Euch Gutes tun wollen, bloß wieder auf ein Leben als Erwachsene vorbereiten. »Es ist wichtig, körperlich fit zu sein und musikalisch, gesund zu essen, Freunde zu haben – und sich entspannen zu können!«, sagt er. Hartmut Rosa will, dass wir Erwachsenen Euch endlich in Ruhe lassen. Ein Kind soll im Jetzt leben und nicht dauernd ans Morgen denken. Ein Kind soll ganz bei sich sein dürfen, nicht für andere da sein müssen. Ein Kind soll die Muße haben, mit etwas zusammen zu wachsen. Das kann ein Baum sein, eine Straße, ein Fußballplatz, ein Tier.

Vor allem fordert Hartmut Rosa: Ihr Kinder müsst Euch wieder langweilen dürfen. Denn irgendwann wird aus Langeweile Bewegung, ein Stromern und Streunen, das ziellos ist und doch an tausend Orte führt. Den schönsten Augenblicken der Kindheit geht die Langeweile voraus. Wer Langeweile hat, kommt auf die verrücktesten Ideen. »Die allermeisten Menschen würden im Rückblick doch sagen: Die endlos langen Sonntagnachmittage, an denen eigentlich nichts passierte, waren die Momente, in denen ich meine Seele spürte. In denen ich lernte, mich selber zu ertragen.« So sagt es Hartmut Rosa.

Ganz sicher ist der Rückblick in die eigene Kindheit weichgezeichnet von Gefühlsduselei. Aber ich kann nur von meiner Kindheit erzählen: Ich bin groß geworden in einer Welt, in der es nicht pausenlos piepte und ploppte, niemand twitterte und livetickerte, in der Computer dick und braun waren wie Brotkästen und nur bei pickligen Stubenhockern in verdunkelten Kinderzimmern standen. Wenn ich mit jemandem spielen wollte, habe ich keine Klassenliste abtelefoniert, sondern beim Nachbarn geklingelt und gefragt: »Kommt der Christian raus?«

Als Fünftklässler habe ich endlose Nachmittage in der festen Überzeugung verbracht, der berühmte Fußballspieler Karl-Heinz Rummenigge zu sein – auch wenn ich meinen Lederball nur gegen Garagentore gedroschen habe. Mal allein, mal mit Freunden, mal mit fremden Jungen aus fremden Vierteln, rauen Burschen mit rauer Sprache, Hauptschülern, die der Zufall in meine Straße geführt hatte. Ich habe mich auf aufregende Weise gelangweilt! Jeden Schritt, jeden Schuss kommentierte eine innere Reporterstimme: »Was für eine Körpertäuschung! Mit diesem Volleykracher sichert sich Kalle Rummenigge die Torjägerkanone! Inter Mailand hat hundert Millionen für ihn geboten!« Später war ich Boris Becker, Tennisstar, der im Finale gegen eine bis dahin unbesiegte Brandmauer antrat. Ich ließ vor meinem Aufschlag den Ball auftitschen wie er. Ich leckte meine Lippen wie er. Ich schälte sogar meine Bananen wie er. »6:1, 6:0, 6:1!«, brüllte die innere Stimme jetzt, »anders als der falsche Boris Becker gewinnt der echte zum dritten Mal in Folge Wimbledon! Und jetzt überreicht ihm die Herzogin von Kent auch schon den goldenen Pokal!«

Heute klingt das alles bescheuert, oder? Aber als Kind habe ich mir Baugenehmigungen für Luftschlösser erteilt. Wenn ich an früher denke, schlendere ich als Fußballgott und Tenniskönig durch gleißend helle Nachmittage. Ich habe immer Zeit. Und es ist immer Sommer. Ein größeres Kompliment kann die Erinnerung der Kindheit nicht machen.

Wenn es regnete? Habe ich den Tropfenrennen am Fenster zugesehen oder die Holzvertäfelung neben meinem Bett angestarrt. So lange, bis sich aus der Maserung Berge erhoben und sich die Astlöcher in Vulkankrater verwandelten. Kennst Du das auch?

Ich habe mal gerechnet: Du wirst in den Schulklassen fünf bis zwölf 1200 Stunden mehr Schule haben, als ich es hatte. 1200 Schulstunden! 1200-mal 45 Minuten. Das sind 600 Fußballspiele. Das ist die Zeit, in der ich Karl-Heinz Rummenigge und Boris Becker war. In der ich zum Golfplatz radelte und mit einem flinken Griff durch den Zaun eine Handvoll Bälle klaute, weil ich das für rebellisch hielt. In der ich mir ein Segelboot aus Holz baute, das dann leider auseinanderfiel. Erfahrung entsteht nur beim Gehen von Umwegen, heißt es. Ich hatte Zeit, um Zeit zu verschwenden! Mich zu irren. Fehler zu machen. In eine Sackgasse zu laufen und wieder zurückzugehen.

Mach auch mal Fehler, Marie! Sachen, die wir Eltern für falsch halten. Du bist ja schon vernünftiger als wir: Als ich Dich neulich gefragt habe, ob ich mittwochs mal schwänzen soll, den Kollegen bei der Zeitung sagen, ich würde zu Hause arbeiten, in Wahrheit aber mit Dir schwimmen gehen, hast Du geantwortet: »Ich habe keine Zeit. Ich kann nur an Wochenenden.«

An Deinen Lehrern liegt das kaum. Deine Schule erscheint mir als eine der besseren in einem schlechten System – fast wie das Richtige im Falschen. Du hast zwei Klassenlehrer, nicht nur einen. Die beiden strahlen eine Gelassenheit aus wie Teetrinker in der Espresso-Gesellschaft. Du hast bei ihnen zunächst das Lernen gelernt: Ich beginne meine Hausaufgaben mit etwas Einfachem und Interessantem. Ich lege Pausen bei meinen Hausaufgaben ein. Ihr bekommt Übungsarbeiten mit nach Hause, damit Ihr wisst, was Ihr Euch einprägen müsst (und was nicht...). Ihr bewertet Euch mit Selbstkontrollbögen: Was kann ich schon? Was noch nicht? Auf den Elternabenden fragen Eure Lehrer uns: »Sollen wir weniger Hausaufgaben aufgeben, damit den Kindern mehr Zeit bleibt? Oder mehr, damit sie den Stoff besser verstehen?«

Auf dem anderen Gymnasium in unserer kleinen Stadt hagelt es Fünfen und Sechsen, und Kinder geben halb leere Arbeitsblätter ab.

An deiner Schule haben die Lehrer hier und da die Lehrpläne entrümpelt. Und sie haben das Fach »Science« erfunden: Biologie, Physik und Chemie in einem. Wenn Ihr über Vögel sprecht (Biologie!), lernt Ihr auch, wie an ihren Flügeln Auftrieb entsteht (Physik!). Wenn Ihr über die Lunge und das Atmen sprecht (Biologie!), redet Ihr gleich über Sauerstoff und Stickstoff (Chemie!). Es gibt Lehrer anderer Gymnasien, die bei Euch lernen, wie man Science unterrichtet. Es gibt Verlage, die ihre Schulbücher den Ideen Deiner Lehrer anpassen. Ihr habt in Klasse fünf jeweils sechs Stunden Englisch, Mathe und Deutsch pro Woche, damit Ihr in Klasse sechs nur mehr vier braucht – denn dann kommt ja noch Französisch oder Latein hinzu. Eure Klassenlehrerin hat sich drei statt zwei Stunden Musik erkämpft, in denen sie mit Euch singt und lacht. Deine Lehrer nennen das »Stunden zum Ausatmen«. Auch deshalb also habt Ihr so viel Unterricht.

Warum sollten Lehrer Euch auch von der Schule fernhalten? Uns Eltern aber hat der Soziologe Hartmut Rosa Hausaufgaben aufgegeben: »Es muss Nachmittage geben, an denen nichts im Terminkalender steht. Oder an denen NICHTS! im Terminkalender steht.«

Ich hätte zwar lieber mit den Finanzministern, diesen Sparschweinen, gestritten, als schon wieder in Dein Leben einzugreifen, Marie – aber als Du das Gitarrespielen aufgegeben hast, war das nicht nur Dein Wunsch, sondern auch der von uns Eltern. Damit Du weiter Basketball spielst. Denn da bist Du mal keine Einzelkämpferin.

Jetzt hängt Deine Gitarre an einem Haken neben Deinem Schreibtisch, und ich frage mich: Wirst Du uns später einmal übel nehmen, dass Du nur zuhören kannst, wenn andere Musik machen?

Ist es Zufall, dass Dein Freundeskreis nur noch aus Klassenkameradinnen besteht? Oder liegt es daran, dass Ihr im selben Rhythmus lernt und lebt?

Wie viel Platz wird Dir Dein Alltag für Liebeskummer lassen? Für die Pubertät? Für den Aufstand?

Wird Dir jemals ein Lehrer erzählen, dass das Wort Schule aus dem Griechischen stammt und eigentlich »freie Zeit« bedeutet?

Warum wird das Buch einer verkniffenen chinesisch-amerikanischen Mutter, die über das Drillen ihrer Töchter schreibt, in Deutschland ein Bestseller? Wieso beschäftigen wir uns ernsthaft mit dieser Frau, die ihren Töchtern droht, die Stofftiere zu verbrennen, wenn sie faul sind?

Woher kommt unsere Globalisierungsangst? Die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland ist viel geringer als in Frankreich, Italien, Spanien. Unser Land ist klein, aber unsere Wirtschaft ist die viertgrößte der Welt. Wir verkaufen Autos, Windräder und Medikamente überallhin. Und sind all die Erfinder, Konzernchefs und Gewerkschaftsführer nicht dreizehn Jahre aufs Gymnasium gegangen?

In wie vielen Familien kreisen die Gespräche nur noch um Schule? Hast Du die Vokabeln drauf? Bist Du fit für die Arbeit? Schreibe eine möglichst kleine Zahl auf, indem Du jedes der folgenden römischen Zahlzeichen genau einmal verwendest: M, C, I, X, V.

Nicht dass Du mich falsch verstehst, Marie: Die Schule ist nicht fürs Kinderglück verantwortlich. Dafür sind wir Eltern zuständig. Und Schüler müssen nun mal lernen. Aber sie müssen auch Zeit haben für eigene Entdeckungen.

Wir üben jetzt oft gemeinsam. Manchmal gibt es Krach, manchmal erleben wir innige Momente: dieses wärmende Glück, wenn wir beide wieder etwas begriffen haben, wenn die Erkenntnis durchbricht wie die Sonne nach drei Tagen Regen! Du hast gelernt, wie die Ägypter ihre Pyramiden bauten. Warum ein Londoner Vorort mit Namen Greenwich weltbekannt ist. Dass es am Horizont einen Fluchtpunkt gibt, auf den alle Linien zulaufen. Jede Schulstunde kann ein Geschenk sein. Und alles zusammen fügt sich zu einem Schatz. Kostet es zu viel Kraft, zu viel Zeit, zu viel Leben, ihn zu heben?

Euer Schuldirektor sagt: Nein. Das sei nur die übliche Sorge der Eltern, deren Kinder von der Grundschule aufs Gymnasium wechseln. Das größte Problem der Schulzeitverkürzung sei »mangelnde Akzeptanz«. Also Leute wie ich!

Er sagt das aus einer privilegierten Position heraus, so wie ich diesen Brief aus einer bevorzugten Lebenslage schreibe: Dein Direktor leitet ein Vorstadtgymnasium in einer besseren Gegend. In Eurer Schulkantine servieren »Kochmütter« das Mittagessen. Es gibt aber auch Frauen, die bis abends arbeiten möchten (Du später vielleicht auch!). Alleinerziehende Eltern, die das müssen. Und Väter und Mütter, die keine Lust haben, mit ihren Kindern zu lernen, die gibt es auch.

Was wird aus diesen Schülern?

»Die Übungsphasen, die dazu da sind, Stoff zu vertiefen, sind nach Hause verlagert worden. Kinder, die niemanden haben, der ihnen bei den Hausaufgaben hilft, kommen schlecht weg«, sagt Heinz-Peter Meidinger. Er ist Vorsitzender des Deutschen Philologenverbandes. Das ist ein Zusammenschluss von Lehrern, die an Gymnasien arbeiten.

Ich habe im schleswig-holsteinischen Bildungsministerium nachgefragt: Der Anteil der Schüler, die nach der sechsten Klasse die Gymnasien verlassen müssen, hat sich verdreifacht. In Bayern macht die erste G-8-Generation gerade Abitur – seit der fünften Klasse sind dort 31 Prozent aller Schüler auf der Strecke geblieben. Bei G9 waren es 22 Prozent. Diese Kinder wurden »abgeschult«, so nennt man das in den Statistiken.

Es klingt fast weltfremd, wenn die Kirche gegen dieses eiskalte Wort protestiert und daran erinnert, dass »jeder Mensch mit reichen und vielseitigen Anlagen beschenkt« sei. Bildung müsse auch die »Kräfte der Fantasie, der Liebe, des seelischen Erlebens und des moralischen Wertens« wecken.

Der Pädagoge Andreas Gruschka sagt: »Es kommt nicht mehr Saft aus einer Zitrone, wenn man mehr presst.« Gruschka selber ist zweimal sitzen geblieben und trotzdem Professor geworden. An der Goethe-Universität in Frankfurt am Main erforscht er, wie Lehrer unterrichten und wie Kinder lernen. Er meint: Ihr paukt zwar viel, aber Ihr habt nicht viel davon. Euch fehlt die Zeit, wirklich zu kapieren, was die Lehrer Euch erzählen. Und darüber eine eigene Meinung zu bilden. Er sagt: »Die Kinder heute lernen Organisation und Präsentation.« Referate, Wochenpläne – er hält das alles für eine Vorbereitung auf ein kritikloses Büroleben, in dem der Chef in der Tür steht und sagt: »Frau Müller, stellen Sie mir bis Freitag bitte alles über die indischen Märkte zusammen!«

G8 habe »für 25 bis 30 Prozent der Gymnasiasten mehr gebracht – für die anderen wäre G9 vorteilhafter gewesen«, sagt der Münchner Bildungsforscher Kurt Heller, ein Pädagoge und Psychologe. Das ist besonders interessant, weil niemand in Deutschland so gründlich zu dem Thema geforscht hat wie er: In den neunziger Jahren hat Heller in ein paar baden-württembergischen Gymnasien G8 ausprobiert – mit durchschnittlich 16 Schülern pro Klasse. Am Ende empfahl er: Es sollte G8-Schulen und G9-Schulen geben. Aber dann, sagt Heller heute, habe die Politik überall das Turbo-Abi eingeführt. Der Professor hat sehr frustriert geklungen, als er mir gesagt hat: »Ist leider so gelaufen.«

Philologen und Psychologen, Pädagogen und Prozente – wie schnell wird der Streit um Eure Schulzeit abstrakt und entfernt sich wieder aus der Wahrnehmung der Kinder. Und weg von tausend kleinen Lebenswirklichkeiten.

Es gibt einen Arzt in Bremen, der heißt Stefan Trapp und hat vor drei Jahren einen Brief an die Bildungssenatorin seiner Stadt geschrieben. Darin steht: »Als niedergelassener Kinder- und Jugendarzt wie auch als betroffener Vater erlebe ich die Folgen der Verkürzung des Gymnasiums auf acht Jahre täglich in Praxis und Familie.« Seine Patienten zeigten Symptome, die sonst bei gestressten Managern auftreten. Kopfschmerzen und Erschöpfungszustände, auch Traurigkeit und Angst. Die Senatorin hat ihm bis heute nicht geantwortet. Aber weil Trapp in seiner Stadt ein bekannter Mann ist und den Bremer Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte leitet, hat eine Zeitung seinen Brief abgedruckt.

Trapp ist noch jung. Er trinkt Cola und isst gerne Kuchen, obwohl das nicht gesund ist. Er ist ein fröhlicher Arzt, solange er nicht von den müden Mädchen und Jungen in seinem Sprechzimmer erzählt. Er sagt: »Früher hatten Kinder Kopfschmerzen, weil sie eine Brille brauchten. Heute, weil sie beim Gedanken an die Schule mittlerweile die Gefahr des Scheiterns mitdenken.« Er behandelt Schüler mit Schlafstörungen und Depressionen. Das sind Krankheiten, die früher bloß Erwachsene bekamen, die richtig Pech hatten. »Die Rolle des Gymnasiasten als Sorgenkind ist neu«, sagt Trapp. Gymnasiasten sind seltener dick, essen meist gesünder und prügeln sich kaum. »Aber die Schulzeit ähnelt immer mehr einer anspruchsvollen Bürotätigkeit – kein Wunder, dass sich auch die Krankheitsbilder ähneln.« Wie sollen Jugendliche mit Anforderungen fertigwerden, an denen Erwachsene scheitern? Zumal sie dauernd beobachtet und benotet werden. Alle sind unzufrieden: Schüler, Eltern und Lehrer. Alle haben Stress. Und in diesem Gezerre sind die Kinder die Schwächsten.

Warum schützen wir die Schwächsten nicht mehr? Auch nicht die Aufmüpfigen, die Sperrigen, die unser Tempo bremsen? Ich sage Dir, Marie: weil wir Erwachsenen die wahren Streber sind! Weil wir zu feige sind, mal richtig wütend, richtig sperrig, richtig uncool zu sein.

Vor einigen Monaten hat der neue Bildungsminister in unserem Bundesland alle Gymnasien abstimmen lassen, ob sie das neunte Schuljahr zurückhaben wollen. Die Lehrer Deiner Schule haben sich entschieden, bei G8 zu bleiben. Einstimmig, sagt der Direktor. Ich kann mir vorstellen, dass viele aus Stolz auf ihre eigenen Ideen so entschieden haben. Manche aus Erschöpfung nach all den Konferenzen. Andere, weil sie finden, dass nicht nach jeder Landtagswahl alles geändert werden sollte, dass zu viele Rollen rückwärts schwindlig machen. Und einige vielleicht auch aus Respekt vor dem Direktor.

Wochenlang habe ich versucht, mit der Schulpsychologin unseres Landkreises zu reden. Aber sie hat mir in kurzen Mails geantwortet, für ein ausführliches Gespräch habe sie keine Zeit – und für ein kurzes Telefonat sei das Thema zu wichtig. Auch das meine ich mit Feigheit, Marie.

In Bremen fragt der Kinderarzt Stefan Trapp die Schüler in seiner Praxis: Warum kommst du zu mir? Was machst du in deiner Freizeit? Was tust du gern? Was würdest du gern tun? Wann fühlst du dich wohl? Wenn die Antwort lautet: Ich war das letzte Mal in den Ferien froh, dann ist das ein Problem. Auch für ihn. Ein Arzt will heilen, nicht nur herumdoktern. Mit Scharlach oder Läusen ist Trapp immer fertiggeworden, aber wie kann er einem mutlosen Kind helfen? »Wenn jemand krank wird durch die Schule, ist eine Therapie, eine ursächliche Therapie, nicht möglich«, sagt Trapp. Das bedeutet: Wer sich einen Arm gebrochen hat, bekommt einen Gips und braucht Geduld. Wer eine Pferdeallergie hat, kann mit dem Reiten aufhören. Aber wen das Lernen krank macht, der kann nicht die Schule abschaffen.

Unsere Gesellschaft ist dringend auf jedes einzelne Kind angewiesen – aber es wird so getan, als ginge es immer nur um die Stärksten und Schlausten. Als könnten wir auf alle anderen Kinder verzichten.

Weißt Du, was passiert ist, als eine Mutter eine Lehrerin Eurer Schule gefragt hat, ob sie nicht zu schnell zu viel von Euch verlangt? Da hat die – eine junge Frau – kühl geantwortet: »Sicher ist dieses Lernen nicht für alle geeignet.« Und Klassenarbeiten seien dazu da, »zu überprüfen, ob die Kinder auf dem Gymnasium Schritt halten können«.

Weißt Du, was das bedeutet, Marie?

Ich werde es Dir erklären: Es bedeutet, Klassenarbeiten sollen nicht nur helfen, herauszufinden, welcher Schüler wo Schwächen hat – um dafür zu sorgen, dass es beim nächsten Mal besser klappt. Nein: Sie sollen auch helfen, die Schwächsten zu finden und auszusortieren. Deine Lehrerin hat nicht gesagt, es gehe ihr darum, alles zu tun, »damit« Kinder Schritt halten können. Sondern zu prüfen, »ob«.

Meine Lehrer hätten so etwas nie gesagt, selbst wenn sie heimlich so dachten. Du wirst das verrückt finden, Marie: Als vor 25 Jahren in der Ukraine ein Atomkraftwerk explodierte, schickten meine Lehrer uns zum Demonstrieren! Als vor 20 Jahren in Kuwait ein Krieg losbrach, ließ mein Mathelehrer uns aus Protest nicht mit Äpfeln und Birnen rechnen, sondern in der Recheneinheit »Leichensäcke«. Das hört sich ziemlich grotesk an, was? Einige meiner Lehrer sprachen im Unterricht voller Pathos, wie ein Pastor in der Sonntagspredigt. Aber es ging ihnen darum, uns mitzureißen. Uns zu gewinnen. Wenn auch nur für ihre eigenen Träume von einer besseren Welt.

Und jetzt? Spricht diese Lehrerin wie die Jurypräsidentin einer gigantischen Castingshow – in der nicht Werbeverträge vergeben werden, sondern Lebenschancen. Und zwar nur an die Passgenauen.

Das macht mich wütend. Sie hat G8 zwar nicht erfunden – aber sie hat sich damit abgefunden. Mindestens das. Andererseits gibt sie nur den Druck weiter, den andere aufgebaut haben. Und zu diesen anderen gehöre – ich. Die Versuchung, mit Dir auf die Jagd nach immer besseren Noten zu gehen, ist so groß. Wie schnell passiert es, dass ich eine gute Klassenarbeit nach den wenigen Fehlern ausspähe, nicht nach den korrekt gelösten Aufgaben. Es gibt Eltern in unserer Stadt, die ihren Kindern das Taschengeld kürzen, wenn die keine Eins heimbringen. Die mit all den fleißigen Chinesenkindern drohen, von denen wir noch gar nicht wissen, ob die ganze Paukerei sie wirklich schlau macht oder bieder.

Wenn Du Geburtstag feierst und Deine Klassenkameradinnen kommen, freue ich mich über all die wohlerzogenen Kinder, die den ganzen Tag keine Mühe machen – aber ich wundere mich auch. Wo sind die Querköpfe, die Nervensägen, die Rotznasen? Wer hat sie aussortiert?

Vor fünf Jahren hat ein Kollege in dieser Zeitung geschrieben, er finde die verkürzte Schulzeit gut, denn es sei noch »Luft im System«. Schon möglich. Aber ist Luft schlecht? Ist sie nicht zum Atmen da? Und lernt, wer atmen darf, nicht sogar mehr? Oder jedenfalls lieber?

Das Gerede von der »Luft im System« ist gefährlich, Marie. Man kann so lange sagen, es sei »Luft im System«, bis keine mehr da ist.

Wir haben Euer Leben den Regeln der Wirtschaft unterworfen: In einem Motor kann Luft schaden, in einem Windkanal ist Druck sinnvoll. Aber wer hat uns eingeredet, dass ein beschleunigtes Leben ein gelingendes Leben ist? Wenn ich sehe, wie Manager auf Flughäfen und in ICE-Abteilen ihre iPhones und BlackBerrys anstarren, auf eingehende Mails so angewiesen wie Junkies auf Rauschgift, und wenn ich höre, wie sie endlos von »Quartalszahlen«, »Jahresabschlüssen« und der Marktforschung faseln, die sie nur noch »Mafo« nennen, wie sie von Hamburg nach München fahren, ohne dabei auch nur einen einzigen eigenen Gedanken zu äußern – dann glaube ich, wir sollten uns kein Beispiel an ihnen nehmen.

Es wäre schön, wenn Ihr später nicht nur Zahlen lesen könntet. Sondern auch die Menschen hinter den Zahlen erkennen würdet. Wenn Bildung hieße: mit Wissen vernünftig umgehen. Der Schriftsteller Erich Kästner, von dem Du Das doppelte Lottchen kennst, hat das viel schöner gesagt: »Der Mensch soll lernen, nur die Ochsen büffeln.«

Wir haben Eure Lebensläufe begradigt wie die Flüsse. Wo wir noch mäandern konnten, uns treiben ließen, rauscht Ihr geradeaus durch. Es wäre schade, wenn dabei alles an Euch glatt geschliffen würde, wenn von Eurer Persönlichkeit nicht mehr viel übrig bliebe. Das hört sich sehr hässlich an, Marie, aber: Ich habe nicht nur Mitleid mit Euch als Kindern. Ich habe auch ein bisschen Angst vor Euch als Erwachsenen.

Wenn Du Abitur machst, wirst Du 17 sein. Mit 17 lassen wir Euch nicht alleine Auto fahren und keine Mietverträge unterschreiben. Wenn Du Pech hast, musst Du Dich für ein Leben als Lehrerin, als Mathematikerin, als Managerin entscheiden, bevor Du überhaupt weißt, was Du kannst, was Du willst, wer Du bist. Falls Du dann ein eiliges Bachelorstudium durchhastest, wirst Du mit 20 die Universität verlassen. Worauf haben wir uns da nur eingelassen? Wollen wir, dass unsere Enkel von 21-jährigen Lehrern unterrichtet werden, die kaum mehr von der Welt gesehen haben als Legehennen? Wollen wir uns von 22-jährigen Bankern mit Geradeausbiografien betreuen lassen? Uns von 23-jährigen Unternehmensberatern begutachten lassen?

Wenn Dich Deine Lehrer, unsere Nachbarn oder die Eltern Deiner Freundinnen jetzt fragen, warum Dein Vater so aufgebracht ist, dann musst Du wissen: Es liegt nicht an Dir. Wer glaubt, ich schreibe hier gegen schlechte Noten an, der hat nichts begriffen. Deine Zensuren sind gut. Ich bin zornig, weil wir Eure Kinderzimmer zu Büros gemacht haben, Eure Schreibtische zu Werkbänken, Eure Köpfe zu Lagerhallen.

Wenn sie Dir sagen, es ist doch nur das eine Jahr, dann antworte ihnen, es geht um Millionen beschleunigter Leben. Und wenn sie Dich fragen: »Acht oder neun Jahre, ist das nicht einerlei?«, dann sag ihnen: Was wäre los, wenn die Lokführer plötzlich 15 Prozent mehr arbeiten müssten? Dieses Land stünde still, über Wochen. Die Tagesschau würde Abend für Abend mit Streikmeldungen beginnen. Es gäbe Demonstrationen, auf denen wütende Männer rote Fahnen schwenken. Es gäbe aufgeregte Talkrunden im Fernsehen, in denen die Erwachsenen »Ausbeutung« und »Raubtierkapitalismus« brüllten.

Natürlich frage ich mich: Ist eine Sache nicht nur dann schlimm, wenn Du, Marie, sie selber schlimm findest? Habe ich Dich mit diesem Brief zum Faulenzen aufgefordert, Dir Ausreden und Ausflüchte in den Mund gelegt? Habe ich Dich verwirrt? Dir überflüssige Sorgen gemacht? Ich hoffe fast, dass Du diesen Brief inzwischen zur Seite geschoben hast und irgendwo Waveboard fährst, weil Du das Geschreibsel hier dröge findest und sowieso Quatsch ist, was von den Eltern so kommt.

Aber Du sollst ruhig wissen, warum wir auf dem Weg ins Kino 17², 56 und 28 gelernt haben.

Du sollst wissen, warum ich Dich manchmal dressiere wie ein Dompteur sein Zirkuspferd – und mir dann wieder auf die Lippen beiße, statt nach der Schule zu fragen.

Du sollst wissen, dass Du mehr bist als die Summe deiner Leistungen.

Du sollst wissen, warum es manche Deiner Freundinnen nicht schaffen werden, warum ihre Stühle irgendwann leer bleiben werden.

Du sollst wissen, dass Depression keine Kinderkrankheit ist.

Du sollst wissen, dass die Schulzeit mehr sein sollte als ein Trainingslager fürs Berufsleben.

Du sollst wissen, dass die Gesellschaft an denen wächst, die sie infrage stellen.

Und Du sollst wissen, dass ich Dir das gestohlene Jahr zurückgeben möchte. An jedem Tag, an jedem Wochenende – und nach dem Abitur. Am besten kein Auslandsstudium. Kein Sommerseminar. Sondern einfach eine Reise ohne Weg und ohne Ziel. Denn wenn Du Deine Seele bis dahin nicht in einem Klassenzimmer gefunden hast, wirst Du sie auch in einem Hörsaal nicht finden. Aber vielleicht tief in einem finnischen Wald, mitten in einem äthiopischen Dorf oder auf der Sitzbank eines amerikanischen Überlandbusses. Irgendwo, irgendwann, wenn Du es nicht erwartest.

Und ich hoffe, dass Du mich dann, wenn es losgehen soll, nicht mitleidig anschaust und sagst: »Das ist doch reine Zeitverschwendung.«

 

Dein Papa

 

 

http://www.zeit.de/2011/22/DOS-G8/komplettansicht - 31.05.2011

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Friday, 29. april 2011 5 29 /04 /Apr. /2011 02:01

Mein Freund Wiki sagt dazu:

 

Borderline-Persönlichkeitsstörung (abgekürzt BPS) oder emotional instabile Persönlichkeitsstörung ist die Bezeichnung für eine Persönlichkeitsstörung, die durch Impulsivität und Instabilität in zwischenmenschlichen Beziehungen, Stimmung und Selbstbild gekennzeichnet ist.

Bei einer solchen Störung sind bestimmte Bereiche von Gefühlen, des Denkens und des Handelns beeinträchtigt, was sich durch negatives und teilweise paradox wirkendes Verhalten in zwischenmenschlichen Beziehungen sowie in einem gestörten Verhältnis zu sich selbst äußert. Die BPS wird sehr häufig von weiteren Belastungen begleitet, darunter dissoziative Störungen, Depressionen sowie verschiedene Formen von selbstverletzendem Verhalten (SVV). Die Störung tritt häufig zusammen mit anderen Persönlichkeitsstörungen auf (hohe Komorbidität).

Die Bezeichnung Borderline bedeutet auf deutsch Grenzlinie bzw. grenzwertig. Früher wurde die Störung nämlich im Grenzbereich zwischen den neurotischen Störungen und den psychotischen Störungen eingeordnet, da man Symptome aus beiden Bereichen identifizierte. In der Psychotraumatologie zählt man das Symptombild zu den komplexen posttraumatischen Belastungsstörungen. Seit den Arbeiten von Kernberg ist der Begriff keine „Verlegenheitsdiagnose“ mehr, sondern als nosologische Entität und eigenes Krankheitsbild anerkannt. Manche Wissenschaftler fordern dennoch die Aufgabe des Begriffs, da er eigentlich keine Persönlichkeitsstörung, sondern differentialdiagnostische Probleme bezeichne. Die Frage der Einordnung ist ein zentrales Thema, zu dem es, ebenso wie zur Frage der Ursachen, bisher keinen Konsens gibt. 

 

Mindestens fünf der folgenden Kriterien müssen erfüllt sein, wenn von einer solchen Störung gesprochen wird:

  1. Starkes Bemühen, tatsächliches oder vermutetes Verlassenwerden zu vermeiden. Beachte: Hier werden keine suizidalen oder selbstverletzenden Handlungen berücksichtigt, die in Kriterium 5 enthalten sind.
  2. Ein Muster instabiler, aber intensiver zwischenmenschlicher Beziehungen, das durch einen Wechsel zwischen den Extremen der Idealisierung und Entwertung gekennzeichnet ist.
  3. Identitätsstörung: ausgeprägte und andauernde Instabilität des Selbstbildes oder der Selbstwahrnehmung.
  4. Impulsivität in mindestens zwei potenziell selbstschädigenden Bereichen (z. B. Geldausgeben, Sexualität, Substanzmissbrauch, rücksichtsloses Fahren, zu viel oder zu wenig essen). Beachte: Hier werden keine suizidalen oder selbstverletzenden Handlungen berücksichtigt, die in Kriterium 5 enthalten sind.
  5. Wiederholte suizidale Handlungen, Selbstmordandeutungen oder -drohungen oder Selbstverletzungsverhalten.
  6. Affektive Instabilität infolge einer ausgeprägten Reaktivität der Stimmung (z. B. hochgradige episodische Dysphorie, Reizbarkeit oder Angst, wobei diese Verstimmungen gewöhnlich einige Stunden und nur selten mehr als einige Tage andauern).
  7. Chronische Gefühle von Leere.
  8. Unangemessene, heftige Wut oder Schwierigkeiten, die Wut zu kontrollieren (z. B. häufige Wutausbrüche, andauernde Wut, wiederholte körperliche Auseinandersetzungen).
  9. Vorübergehende, durch Belastungen ausgelöste paranoide Vorstellungen oder schwere dissoziative Symptome.

BPS-Betroffene weisen charakteristische dichotome Denkmuster auf, die auch als „Schwarz-Weiß-Denken“ bezeichnet werden. Analog bestehen Muster von wechselnder Idealisierung und Entwertung bestimmter Mitmenschen. Es gelingt selten, von emotional bedeutsamen Menschen eine konstante Vorstellung zu behalten. Das Selbstbild wechselt zwischen Minderwertigkeit und Allmacht-Phantasien (respektive Größenwahn). Des Weiteren aktivieren Betroffene zu einem gewissen Maß gleichzeitige widersprüchliche Grundannahmen.

 

Im Umgang mit anderen Menschen fällt es Betroffenen meist schwer, Nähe und Distanz zu regulieren. Dabei spielen die kontrastierenden Ängste vor Nähe und Ängste vor dem Alleinsein eine entscheidende Rolle (siehe dazu im Abschnitt “spezifische Ängste“). Es kommt vor, dass Betroffene andere kränken, auch unbewusst. Das kann eine Form von Autoaggression darstellen, oder es kann durch Angst vor Nähe ausgelöst werden.

Durch die extreme Gefühlslage kann es zu impulsiven Verhaltensweisen kommen, speziell bei schmerzhafter oder vermeintlicher Kränkung sowie bei zwischenmenschlichen Konflikten. Solchen sozial kritischen Situationen wird individuell begegnet, zumeist jedoch affektiv und ohne Berücksichtigung von Konsequenzen. Insbesondere im Zuge von Auseinandersetzungen sind neben Wutausbrüchen auch andere Reaktionsweisen möglich, wie z.B. Verleugnung, Verachtung und/oder Rückzug. Konflikte werden daher häufig unzureichend oder nicht dauerhaft gelöst. Unabhängig von diesen Aspekten kann es vorkommen, dass Betroffene sonderbare bis exzentrische Verhaltensmuster an den Tag legen.

In einigen Fällen weisen BPS-Betroffene ein Muster an häufig wechselnden Sozialkontakten und/oder Sozialkreisen auf. Auch im sexuellen Bereich kann es zu BPS-bedingtem abnormem und/oder riskantem Verhalten kommen, wie z. B. zu abwechselnden Phasen von Anhedonie und Promiskuität, was eine Form von Selbstschädigung darstellen kann. Das kommt speziell bei Betroffenen vor, die früher Opfer von Missbrauch oder Vergewaltigung wurden.

Manipulatives Verhalten und das Bedürfnis, Beziehungen zu kontrollieren, sind weitere Merkmale, die sich in verschiedenen Bereichen wiederfinden. Manipulationsversuche können zum Beispiel dem Zweck dienen, Bezugspersonen nicht zu verlieren. Außerdem werden andere Menschen manchmal durch die unter Denkmuster beschriebene projektive Identifikation einbezogen, um das eigene innere Gleichgewicht zu stabilisieren. Das kann sich belastend auf Beziehungen auswirken.

Bei Konversationen untersuchen Betroffene die Äußerungen und Kommunikationssignale (Gestik, Mimik, Sprechweise) sehr intensiv auf bestimmte Merkmale; in Beziehungen auf vermeintliche oder tatsächliche Abweichungen des Verhaltens (Tragen von Schmuckstücken, Arbeits-Ende). Das kann aus Misstrauen (resp. Angst) geschehen oder wegen möglicher Kränkungen (resp. brüchiges Selbstbild).

Menschen vom unsicher-ambivalenten Bindungstyp neigen dazu, sich innerlich an Bindungspersonen zu klammern. Gleichzeitig sind sie aber wütend und ärgerlich auf sie. Auf der einen Seite stehen zunächst große Beziehungssehnsucht und Verschmelzungswünsche. Zum anderen kommen dann in der Realität Gefühle von Einengung und Zwang hinzu. Dieser Bindungstyp entwickelt sich aus unsicherer Bindung zu frühkindlichen Bezugspersonen und aus deren unvorhersehbaren Verhaltensweisen. Das unvorhersehbare Verhalten überträgt sich dabei, und es kennzeichnet später die Beziehungsmuster.

Partnerschaften verlaufen individuell sehr unterschiedlich, sie können - je nach Ausprägung bzw. Schweregrad der Störung - auch funktionieren. Jedoch wirken die borderlinetypischen negativen Impulse oft verheerend. Nach gelegentlich stürmischen Annäherungen können die ambivalenten Verhaltensweisen des Betroffenen einen extrem wechselhaften und zunehmend widersprüchlichen bis chaotischen Verlauf der Beziehung verursachen, die manchmal abrupt und unvorhersehbar wieder beendet wird. Dabei lässt sich nicht selten ein unsicheres Schwanken zwischen übermäßigem oder auch ängstlichem Klammern und unvermitteltem Wegstoßen (auch indirekt mittels auffällig ausweichenden oder konfrontativen Verhaltens) beobachten.
Die Borderline-Persönlichkeit neigt dazu, ihre aktuelle emotionale Situation, also ihr Empfinden und ihre Stimmung, an ihr soziales Umfeld weiterzugeben (Projektive Identifizierung). Zudem machen die oft schnell wechselnden Stimmungen den Umgang mit Betroffenen schwierig.

 

Betroffene leben in einer extremen und auch labilen Gefühlswelt. Äußern kann sich das in kurzwelligen Stimmungsschwankungen und in tiefen emotionalen Krisen. Die Reizschwelle liegt niedrig. Bereits kleine Ereignisse können starke Gefühlsimpulse auslösen, und bestimmte Reize können nur schwer verarbeitet werden. So kann es leicht vorkommen, dass sich negative Erfahrungen wie z. B. Kränkungen oder Blamagen emotional und gedanklich festsetzen. Sie tauchen als Flashbacks wieder auf und wandeln sich erst lange Zeit später zu normalen Erinnerungen.

Unabhängig von solchen Empfindlichkeiten erleben Betroffene äußerst quälende und diffuse Spannungszustände, wobei sie unterschiedliche Emotionen nicht differenziert wahrnehmen. Zu anderen Zeitpunkten werden solche diffusen Spannungen durch Gefühle von innerer Leere kontrastiert.


Haben wir mal wieder was gelernt. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit, auf Wiedersehen.

 

Euer Schatten

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Tuesday, 5. april 2011 2 05 /04 /Apr. /2011 18:33

..., the wheel of time!

 

Es ist echt unglaublich. Ich kann es einfach nicht oft genug sagen und irgendwie beschreiben. Eben gerade habe ich auf Social Network Seiten weit zurück geblättert um einfach mal zu sehen, wie das so war, vor einem halben Jahr. Das alles. Was dazwischen so passiert ist, einfach unbegreiflich, aber weltbewegend. Urlaub vorbei, Lernen vorbei, Schriftliches Abi vorbei. Weihnachten vorbei, die gute Spielphase der Eintracht vorbei, wunderschöne Tage vorbei. Aber so geniale noch bevorstehend. Wir haben gezittert zusammen, wir haben uns Mut zusammen gemacht, wir haben auch zusammen geweint und vor allem haben wir uns füreinander gefreut. Und das alles ist jetzt bald im Juni vorbei...

Aber; und darauf bin ich sehr stolz... Es gibt da was, was ich aus dieser genial lustigen Zeit für mich mitgenommen habe. :) Verstehscht? 

Die letzten 6 Monate gingen an mit vorbei wie ein Schnellzug. Einmal kurz betrachtet und schon weitergezogen und ein neues Abteil zum kurzen Anvisieren.

Ich weiß, ich schwafel wieder einmal, aber geht es euch denn nicht genauso manchmal? Kehrt einmal in euch und überlegt, was euch in den letzten 6 Monaten alles passiert ist; gute, wie schlechte Momente und ihr werdet merken, dass ihr kaum Halt fassen könnt, an der Zeit, die gerade in eurem Kopf an euch vorbeifliegt.

 

Alles ist relativ. Vor allem die Zeit. Eben noch stehst du eine Stunde im Stau und du wartest darauf, endlich in die Arme genommen zu werden von der Person, die für dich das wichtigste auf der Welt ist. Es kommt dir vor, wie eine Ewigkeit, die du dort wartest. Kaum bist du in den Armen, schon ist es der nächste Morgen und du musst wieder gehen, ohne die Zeit wirklich festgehalten zu haben.

So geht es mir. Im Moment. Es zieht sich. Und dann ganz plötzlich scheint die Zeit Weitsprünge zu machen. Naja. Und wenn man dann zurückschaut, weiß man, dass man gerade die schönste Zeit in seinem Leben genießt und sie eigentlich zu jedem Zeitpunkt ganz schnell vor sich hingeplätschert ist.Wie das Rad der Zeit, was unaufhörlich Zeit aus dem Fluss des Lebens schöpft und dreht und dreht und dreht... 

 

Dieses Teufelsrad.

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Thursday, 17. march 2011 4 17 /03 /März /2011 11:49

Mir ist gestern aufgefallen, dass ich unbedingt mal feststellen muss, auf welchen Konzerten ich mit welchen Personen schon war. Es fällt einfacher, wenn man sich mal darüber Gedanken macht & es aufschreibt. Erschreckend, wenn man nämlich nicht mehr weiß, dass es solche Konzerte gab. :)

 

Geordnet nach Datum! :)

 

11.06.2005 - Avril Lavigne - Vorgruppe: Madsen - Mit Caro & Sina & Jonas & ???

14.10.2005 - Madsen - Vorgruppen: Junges Glück, Krakeel - Mit Jonas & Caro & Jeffrey & Andy & ???

08.02.2007 - Söhne Mannheims - Vorgruppe: weiß ich nicht mehr. - Mit Katja & Jeffrey.

09.10.2007 - Wir sind Helden - Vorgruppe:  The Kilians - Mit Jeffrey & ???

03.12.2007 - Marilyn Manson - Vorgruppe: Turbonegro - Mit Felix & Jeffrey & Andy & ???

26.11.2007 - Die Ärzte - Mit Jeffrey & Andy.

17.03.2008 - Samsas Traum - Vorgruppe: The Veil - Mit Andy & Felix & Sina.

22.04.2008 - Schandmaul - Vorgruppe: Krieger - Mit Jeffrey & ???

27.11.2008 - Schandmaul - Vorgruppe: Letzte Instanz - Mit Mathy & Lucas & ???

11.06.2009 - Die Toten Hosen - Vorgruppe: Donots Mit Hike & Julius & Tristan & Beate & Marcel, Jeffrey & Andy.

19.09.2009 - Schandmaul - Mit Felix & Hike & Martin & ???

31.07.2010 - Unheilig - Vorgruppe: Down Below - Mit Patrick & Martin.

10.11.2010 - Madsen - Vorgruppe: Eternal Tango - Mit Jeffrey & Andy.

16.03.2011 - Schandmaul - Vorgruppe: Rawkfist - Mit Felix & Hike & Sina & Martin.

 

Sollte noch jemandem eines meiner gewesenen Konzerte einfallen, bitte ich um Rückmeldung.. Ich grüble grad echt, ob da nicht noch was fehlt... :D

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Sunday, 6. march 2011 7 06 /03 /März /2011 10:44

Es ist der Wahnsinn. Ein so wahnsinnig gutes Gefühl.

Neben den Stress, den ich mir selbst mache & den ich von manchen Menschen gemacht bekomme, bist du da um mich aufzumuntern & mir Mut zu machen.

Danke für die letzten Wochen & den heißen Äppler. =D

Das werde ich dir einfach nie vergessen.

Du bist echt ein großartiger Mensch & für mich einfach unfassbar wichtig geworden.

Du gibst mir Kraft ohne es zu wissen & soviel Zuversicht einfach mit deiner unbeschwerten Art.

Die Menschen, die mir zeigen, dass sie sich für mich interessieren & fragen, wie es geht, die sind für mich liebenswürdig.

So aufrichtig, ehrlich, höflich & zuvorkommend.

So verrückt, lustig, vernarrt & ein klein wenig schelmisch.

Danke für diese unglaublich geniale Mischung.

Du erheiterst mir jeden Tag.

 

 

In memories of "3 Doors Down - Be like that" & your interpretation of it:

 

 

All she wants is just that something to hold onto, that's all she needs.

Yeah!

If I could be like that, I would give anything
Just to live one day, in those shoes.
If I could be like that, what would I do?
What would I do?

I'm falling into this, in dreams we run away.

 

 

Und dann muss ich dir noch sagen, dass du einfach gerade das Größte für mich bist, weil man einfach mit dir leichtsinnig & bescheuert sein kann. :D  :)

 

 

:)
Ich hab dich lieb & danke an die, die auch akzeptieren, dass ich einfach mal aufschreibe, was ich so fühle ohne wahnsinnige Gedankenergüsse zu erwarten.
Denn manches in meinem Leben ändert sich & dreht die Welt über Kopf und plötzlich lernt man neue Menschen kennen und man denkt, man kennt sie einfach schon ewig. Merkwürdig, nicht? :)
Euer Schatten.
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Sunday, 13. february 2011 7 13 /02 /Feb. /2011 11:08

Abitur...... Nänänänänänänääää! Nech Njahahahahahahaaaa!!!

 

Alle machen sich die übelste Panik und flashen sich volle Kanne drauf. Und ich? Ich bin häufiger irgendwo anders und mach irgenden Scheiß und lass ganze Tage an mir vorbeiziehen...

 

Macht es mir was aus? Nein.

Komm ich noch hinterher mit dem Stoff? Ich weiß es nicht.

Bin ich glücklich? Ja.

 

Ich schreibe für Geschichte andauernd irgendwelche Sachen raus und komm irgendwie nicht vom Fleck. Wenn ich jetzt anfange Daten auswendig zu lernen, kann ich sie nächste Woche nicht mehr. :D

Deshalb bin ich heute auch erst bei der Weimarer Republik, nachdem ich die Französische Revolution, Napoleon, den Vormärz, die Industrialisierung und das Kaiserreich unter Wilhelm I, Wilhelm II und Bismarck schon hinter mich gebracht habe. Ich hoffe ich schaff sie, denn noch stehen mir dann der Nationalsozialismus, Deutschland ab '45 und der Kalte Krieg bevor. Mh. Und ich spurte mich nicht. Komisch.

Achja. Nicht zu vergessen Mathematik. Rausgeschrieben hab ich ja. Für Analysis und Stochastik. Noch nicht für Lineare Algebra. Hab ich auch irgendwie keine Lust zu. Vielleicht fang ich heute mal an die ersten Übungsaufgaben zu rechnen... Schreib ja auch bald noch eine Klausur über Lineare Algebra. Dafür sollte ich auch noch das lernen. Ach man. Und nächstes Wochenende bin ich nicht mal da.

 

Sucks. Egal. Ich freu mich auf nächste Woche. Oja. :) Erstmal Freitagmittag abgeholt werden und dann Richtung Hirschhorn und dann nach Nürnberg aufs Auswärtsspiel. Das gibt ne riesen Klatsche. Trotzdem freu ich mich drauf! :) Und dann? Dann komm ich Sonntagmorgen irgendwann wieder heim, denk ich. Wenn man mal ausgiebig in Hirschhorn gechillt und nen Geburtstag samstags gefeiert hat... :D Herrlich. Ich freu mich.

 

Mh. Ich sollte mich mal ranhalten. Langsam krieg ich doch Muffensausen. :D

Machts gut. Wir lesen uns dann in paarunddreißig Tagen wieder und ich erzähl euch, wie das Schriftliche verlaufen ist. Dann auch mehr zu meinem Berufswunsch. :)

 

Alles Liebe,

der Schatten

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Wednesday, 9. february 2011 3 09 /02 /Feb. /2011 15:19

... or brake with the ones you've followed!

 

~

Wieso fällt dieser Song gerade jetzt vor meine Füße? Danke, Süße, dass du ihn mir nahe gebracht hast! Und entschuldige, dass ich ihn dir schon beinahe klaue.

 

Auf manchen Fahrten muss man einfach die Bremse vollends durchtreten um durchatmen zu können. Stundenlang mit 180 durch die Gegend zu fahren, zerrt ziemlich an den Nerven. Und wenn einem dabei noch der Wind ins Gesicht weht, weil das Fenster nicht mehr zugeht, kriegt man, wenn man Pech hat noch einen Zug ab und will einfach mal pausieren und sich zur Ruhe legen. Am Rand der Straße. Irgendwo in einem Motel, welches aber wenigstens ansprechend wirkt. Nach ein paar Tagen der Ruhe will man die Straße überqueren um zurück zu seinem Auto zu gelangen. Und was passiert? Die Straße wurde ohne Übergang eingezäunt. Und nun frage ich mich, wie komme ich wenigstens zu meinem Auto um eine andere Richtung einschlagen zu können?

 

~

 

Where did I go wrong? I lost a friend.

Somewhere along in the bitterness

And I would have stayed up with you all night.

Had I known how to save a life..

veröffentlicht in: persönlich - von mickyratte
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ICH WILL [x]
nochmal nach new york
richtig nach paris
mein abi gut hinbekommen
[x]
nach neuseeland

 ein auto besitzen
 
einen tollen studienplatz
 
auf ein festival
in japan sushi essen
wieder nach London [ ]
an der Sehring campen
einen Smart Roadster fahrn
Quad fahren
eine weltreise erleben!  
Jetski fahren
[x]
snowboard fahren lernen
eine safari machen  
hundeschlitten fahren. :)  
eine digitalspiegelreflex

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